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Pflegegrad 1 - Leistungen und Bedeutung

Letzte Aktualisierung: 28. Februar 2018

Auch weitgehend selbständige pflegebedürftige Personen haben die Möglichkeit mit dem Pflegegrad 1 Leistungen von der Pflegeversicherung zu erhalten. Davon profitieren viele Betroffene, die im alten System der Pflegestufen keine Leistungen erhalten haben.

Was bedeutet Pflegegrad 1?

Eine pflegebedürftige Person mit "geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten" erfüllt die Voraussetzung zur Bewilligung von Pflegegrad 1.

Wie bekommt man Pflegegrad 1?

Gemäß der neuen Begutachtungsrichtlinien des MDK ist zur Bewilligung von Pflegegrad 1 ein Punktwert zwischen 12,5 und 27 Punkten erforderlich. Den Punktwert berechnet ein MDK- oder Medicproof-Gutachter während einer Vor-Ort-Begutachtung unter Verwendung des so genannten Neuen Begutachtungsinstrumentes.

Wenn Sie denken, dass Ihnen Pflegegrad 1 zusteht, müssen Sie Leistungen bei Ihrer Pflegeversicherung beantragen. Haben Sie dies bereits getan und Ihr Antrag wurde abgelehnt, können Sie einen Widerspruch gegen Ihren Pflegebescheid einlegen.

Leistungen bei Pflegegrad 1

Wurde bei Ihnen der Pflegegrad 1 festgestellt, haben Sie Anspruch auf den neuen vereinheitlichten „Entlastungsbeitrag“ von monatlich 125 Euro für Betreuungs- und Entlastungsleistungen ihrer Pflegekasse. Diesen können Sie zum Beispiel nutzen, um an einer Betreuungsgruppe für leicht Hilfsbedürftige teilzunehmen, die Sie geistig und körperlich aktiviert. Auch können Sie eine Einkaufs- oder Haushaltshilfe oder einen Alltagsbegleiter für Gespräche, Spaziergänge oder ähnliches davon bezahlen.

Möchten Sie Tages- oder Nachtpflege nutzen, kann der Entlastungsbeitrag hierfür verwendet werden.

Vielleicht besonders interessant: Mit der Bewilligung des Pflegegrades 1 können Sie einen einmaligen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für die altersgerechte Wohnraumanpassung wie z. B. den Einbau eines Treppenlifts oder den Badumbau beanspruchen.