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Fakten zu den MDK Gutachten

Seit dem die Pflegeversicherung existiert, gibt es Diskussionen um die MDK-Gutachten zur Einstufung in einen Pflegegrad. Das Verfahren ist für Laien eigentlich gar nicht und für Pflegeprofis nur mit Mühe zu verstehen. Diese Komplexität fördert das Gefühl, unfair behandelt zu werden. Vielfach ist der Vorwurf zu lesen, die Pflegekassen würden dafür sorgen, dass der Pflegebedarf systematisch klein gerechnet werde – um Ausgaben zu vermeiden.

Über Jahre ist die Zahl der jährlichen Begutachtungen zur Einstufung in einen Pflegegrad gestiegen. 2013 waren es über 1,6 Mio. Ein Regelwerk zu schaffen, dass den Alltagswirklichkeiten von 1,6 Mio Menschen einigermaßen gerecht wird, ist nicht leicht. Die Richtlinien zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches (BRi) sind in einer etwa 200 Seiten starken Broschüre veröffentlicht und wurden schon mehrfach überarbeitet.

1.600.000 Begutachtungen sind 1.600.000 Einzelfälle. Die Frage ob systematisch unfair begutachtet wird, ist nicht leicht zu beantworten. Ein wichtiges Indiz ist, wie viele Widersprüche gegen die Entscheidungen der Pflegekassen eingelegt wurden. Durchschnittlich knapp 7 % aller Begutachtungen sind Widerspruchsbegutachtungen. Andersherum überlegt: Bei über 90 % der Begutachtungen scheinen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zumindest nicht übermäßig verärgert zu sein.

Einen Widerspruch gegen einen Pflegegrad einzulegen ist nur sinnvoll, wenn es im Rahmen der Gesetze und Richtlinien Chancen auf Erfolg gibt.

Laut und vernehmlich den Entscheidungen der Politik zu widersprechen, weil nur ein Teil der notwendigen pflegerischen Hilfen berücksichtigt wird, weil die Leistungen oft nicht die Kosten decken – das ist ganz was anderes.

Wenn Sie Unterstützung bei der Beantragung eines Pflegegrades oder einem Widerspruch brauchen sprechen Sie uns an. Wir haben uns genau darauf – die Pflege-Leistungsberatung – spezialisiert.