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Demenz international

Bei einer internationalen Konferenz der Alzheimer Europe in Schottland wurde die „Glasgow Deklaration“ verabschiedet. Noch am selben Tag unterzeichneten die Delegierten der 26 Mitgliedsorganisationen. Es wird die Entwicklung einer „Europäischen Demenzstratgie und nationale Demenzstrategien in allen europäischen Staaten“ gefordert. Demenz soll als zentrales Thema der Gesundheitspolitik anerkannt werden. Organisationen und Einzelpersonen werden eingeladen die Deklaration zu unterzeichnen, um ihr mehr politisches Gewicht zu verleihen.

„Alzheimer Europe, seine Mitglieder-Organisationen und die unterzeichnenden Vereinigungen und Personen verpflichten sich, die Rechte, die Würde und Autonomie der Menschen mit Demenz zu fördern. Diese Rechte sind universell.
Jeder Mensch mit Demenz hat das Recht …

… auf eine frühzeitige Diagnose.
… auf eine umfassende Unterstützung nach der Diagnose.
… auf eine personenzentrierte, koordinierte und qualitativ hochstehende Pflege und Betreuung entlang des ganzen Krankheitsverlaufs.
… auf Behandlung und Zugang zu Therapien (medikamentös und nichtmedikamentös).
… als Individuum innerhalb der Gemeinschaft respektiert zu werden.

Wir rufen die europäischen Regierungen und Institutionen dazu auf, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und sich dafür einzusetzen, dass die Rechte der Menschen mit Demenz respektiert und hochgehalten werden.“
Verantwortliche auf nationaler und europäischer Ebene werden genauso aufgefordert Demenzstrategien zu erarbeiten und umzusetzen, wie die Vereinten Nationen.

Die Glasgow Deklaration in deutscher Sprache, mit Links für Unterzeichner*innen und zum Text