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Demenz – Forschung und Alltag

Seit 10 Jahren arbeitet in Witten das Dialog-und Transferzentrum Demenz, das Praxiswissen in die Elfenbeintürme und Forschungsergebnisse in die Praxis vermitteln will. Anlass für eine Jubiläumsveranstaltung mit prominenten Gästen und einen Tag mit multidisziplinärer Fallbesprechung.

„Zum dritten Mal veranstaltet das Dialog-und Transferzentrum Demenz (DZT) den Newsletter Day“. Das Thema beschäftige Betreuende und Forschende intensiv: herausfordernde Verhaltensweisen bei Menschen mit Demenz. Diese Verhaltensweisen treten „bei Demenzkranken sowie bei allen anderen Personen zumeist nicht zufällig oder willkürlich auf … Im Rahmen einer multidisziplinären Fallbesprechung“ will man sich auf „Spurensuche begeben:
Wie ernst nehme ich die Anliegen meines Gegenübers mit und ohne Demenzerkrankung?“
Mit dabei sind Barbara Steffens (Pflegeministerin, NRW) mit einem Vortrag „Wie möchten wir im Alter (mit Demenz) leben?“ und Professor Jiska Cohen-Mansfield (Tel Aviv), die allgemeiner über „herausforderndes Verhalten“ sprechen wird.
„Diskutieren Sie mit uns und untereinander, damit es wirklich eine Dialogveranstaltung wird!“

Das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) soll, „den Dialog zwischen Forschung und Praxis in der Versorgung Demenzerkrankter fördern … Jedes Jahr erscheinen Tausende wissenschaftlicher Beiträge zum Krankheitsbild Demenz in meist englischsprachigen Fachzeitschriften. Die dargestellten Forschungsergebnisse kommen aber aus unterschiedlichen Gründen, beispielsweise wegen des schwierigen Zugangs oder mangelnder Zeit, nur unzureichend in der Pflegepraxis an … Die Kernkompetenzen des DZD liegen daher vor allem in der Übersetzungsleistung, im Transfer: In verständlicher und nachvollziehbarer Form werden die wesentlichen Erkenntnisse aus der interntaionalen Demenz- und Versorgungsforschung – u. a. an leitende Personen aus der Pflegepraxis oder Angehörige von Demenzkranken – vermittelt. Dies bezieht sich häufig auch auf Fachliteratur, die aus dem amerikanischen bzw. angelsächsischen Raum stammt (siehe Newsletter) und deren Forschungsergebnisse dementsprechend zusammengefasst und zielgruppengerecht übersetzt werden.“ Das DZD führt auch Dialogveranstaltungen durch oder „begleitet einzelne Institutionen aus Beratung, Politik und Pflegepraxis wissenschaftlich.“
Anlass für diese Veranstaltungen ist auch das zehn-jährige Bestehen des Dialogzentrums Demenz in Witten.

Zur Bedeutung der Demenz bei der Einstufung in eine Pflegestufe.