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TV Tipp: Muss Oma in den Osten?

Outsourcing gilt seit Jahren in der Betriebswirtschaft also probates Mittel, um Kosten zu senken. Die Verlagerung der Pflege ins Ausland wird ebenfalls diskutiert. Treibende Kraft ist meist nicht Reiselust, sondern die enormen Kosten, die in Deutschland auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu kommen, wenn es so weit kommt, dass täglichen Hilfen nötig werden. Rainer Jilg ist für den Bayerischen Rundfunk nach Ungarn gereist.

Rainer Maria Jilg trifft sich mit Frau Schnappauf, die entschieden hat, dass sie in einem Altenheim besser aufgehoben wäre, als allein. Ob sie sich in Deutschland Altenheim angesehen hat, wird nicht deutlich – aber sie weiß, dass Ihre Rente nicht für’s Altenheim reichen wird. Dass Ihr Sohn zur Kasse gebeten wird, möchte sie nicht. Also ist sie entschlossen ins Ausland zu gehen. Sie lernt auch schon ungarisch und ist auf dem Weg, im ungarischen Haus, dass sie nur aus dem Internet kennt, eine Nacht zur Probe zu schlafen. In einem Fragenkatalog hält sie fest, dass sie sich vor allem nach der medizinischen Versorgung und den Möglichkeiten erkundigen möchte, sich auf deutsch zu verständigen.

Jilg fährt ebenfalls nach Ungarn, spricht dort mit einen Vermittler von Altenheimplätzen, sieht sich zwei Häuser selbst an und trifft auch jemanden, der schon eine Weile in Ungarn im – inzwischen zweiten – Altenheim lebt. Zum Schluss hören wir auch, was Frau Schnappauff in Ungarn erfahren und wie sie sich entschieden hat.

Migration mal anders

Immer mehr Menschen nehmen Altenpflege in Anspruch, die nicht in Deutschland geboren wurden. Seit Jahren werden Fortbildungen, Fachtagungen und ähnliches angeboten, um Pflegeprofis darauf vorzubereiten. Dieser Beitrag zeigt einige der Schwierigkeiten, die Menschen haben, die in fremden Landen, ohne Sprachkenntnisse von Pflege und Medizin abhängig sind. Der Wechsel der Perspektive macht es hier Geborenen leichter andern Orts Geborene zu verstehen.