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Pflege-Reform-Paket 2015

Die große Koalition hat einige kleine Schritte gemacht, um die Pflege zu reformieren. Viele neue Regelungen treten zum 1. Januar 2015 in Kraft.

Nach 2008 und 2012 tritt 2015 ein weiteres Pflege-Reform-Paket in Kraft. Wieder wird an Stellschrauben gedreht, vor allem um pflegenden Angehörigen mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Ein paar gute Nachrichten:

Ab 2015 werden Pflegegeld– und Pflege-Sachleistungs-Ansprüche dynamisiert. Die Kostensteigerungen bei den Pflegeanbietern sollen regelmäßig geprüft und (teilweise) ausgeglichen werden, was dem Werterhalt der SGB XI-Leistungen dient. Erhöht werden 2015 die Leistungen für die Verhinderungspflege: von 1550 € (für 4 Wochen) auf 1612 € (für 6 Wochen). Der Erstattungsanspruch für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wird erhöht: von monatlich 31 € auf 40 €. Außerdem werden die Regelungen zur Familienpflegezeit ausgeweitet.

Die Mitglieder der Bundesregierung haben sehr viel Ihrer Glaubwürdigkeit in die Waagschale geworfen, um die Reform des Pflegebedürftigkeitsbegriffs noch mal aufzuschieben. Sie soll 2017, vor der nächsten Bundestagswahl, in Kraft treten. In zwei Jahren kommt also die nächste Reform der Pflegeversicherung. Dann werden die Pflegestufen abgeschafft und 5 Pflegegrade eingeführt.

Ergänzungen, Ausweitungen und Zusatzleistungen … Das Haus Pflegeversicherung bekommt Erker, Gauben, Anbauten, Markisen, Balkone, Außentreppen und Kranbalken. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen schreibt von einem kaum zu überblickenden Flickenteppich der Leistungen (BAGSO).