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Abstimmen!

In Rheinland-Pfalz hat die Politik die beruflich Pflegenden dazu aufgerufen, über eine Pflegekammer abzustimmen. Um teilzunehmen müssen Sie sich registrieren. Das Sozialministerium macht es von den Ergebnissen dieser Befragung abhängig, ob weiter für eine Pflegekammer gearbeitet wird. Die Berufsverbände der Pflege haben sich ausdrücklich für die Schaffung einer Pflegekammer ausgesprochen.

Eine Pflegekammer ist eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“, die hoheitliche Aufgaben übernehmen würde, so wie das zum Beispiel Ärzte- Zahnärzte- oder Apothekerkammern tun. Mitglieder der Pflegekammer wären:
– Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte
– Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachkräfte
– Kranken- und Kinderkrankenpflegehilfskräfte
– Altenpflegefach- und Altenpflegehilfskräfte Auszubildende und nicht berufstätige Pflegekräfte könnten freiwillig Mitglied werden.

Die Pflegekammer „setzt sich für eine sachgerechte professionelle pflegerische Versorgung der Bevölkerung ein“, wäre also darauf verpflichtet, das Gemeinwohl im Blick zu haben. Öffentliche Stellungnahmen hätten daher erheblich mehr Gewicht, als Äußerungen einzelner Verbände. Mit einer Pflegekammer würde die „Berufsaufsicht“ über die Pflegeprofis in die Hände von Pflegenden übergehen. Mit der Pflegekammer könnten Pflegende selbst verbindliche Standards für die berufliche Weiterbildung beschließen. Die Pflegekammer hätte ganz offiziell die Aufgabe ethische Fragestellungen der Berufsausübung und der Pflegeforschung zu beantworten. Gesetzgeber und Landesregierung hätten EINE Organisation, die zu allen pflegerischen Entscheidung gehört werden könnte.
Um die angestrebten Ziele zu erreichen, wäre eine Pflichtmitgliedschaft erforderlich.