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Zukunftsperspektiven

Der demografische Wandel wird oft als Problem für die Sozialversichungssysteme beschrieben. Doch viele Menschen im Rentenalter wollen aktiv werden und den Ort in dem sie Leben gestalten. Gemeinwesenarbeit ist das Stichwort der Gesellschaftswissenschaft dazu. Und ohne freiwilliges Engagement, auch von vielen Älteren, werden weder die gesellschaftlichen Veränderungen noch die Schwierigkeiten für die Sozialversicherungen zu bewältigen sein. Die Diakonie hat dazu eine Broschüre veröffentlicht und lädt zur Diskussion ein.

Der Anteil von Menschen über 65 an der Gesamtbevölkerung wird über die kommenden Jahrzehnte immer größer werden. Das stellt Bund, Länder und Kommunen „vor neue Herausforderungen, die kommunale Daseinsvorsorge zu gestalten“. Zu dieser „Grundversorgung“ gehört die „Bereitstellung von öffentlichen Einrichtungen für die Allgemeinheit, also Verkehrs- und Beförderungswesen, Gas-, Wasser-, und Elektrizitätsversorgung, Müllabfuhr, Abwasserbeseitigung, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Krankenhäuser, Friedhöfe, Bäder usw.“ (Wikipedia). Das Diakonische Werk (DWEKD) zählt auch „eine verlässliche Finanzierung gemeinwesenorientierter Altenarbeit“ zur Daseinsvorsorge.
Um die gesellschaftliche Debatte zum Thema zu beflügeln, hat das DWEKD eine Handreichung „Altenarbeit im Gemeinwesen“ veröffentlicht. Darin werden „an Hand von guten Praxisbeispielen Wege zu einer verlässlichen Sockelfinanzierung“ gezeigt. Grundsätzlich wird in den vorgestellten Projekten das Potential betont, das die Menschen im Rentenalter haben: „Ältere Menschen wollen teilnehmen und teilhaben und sich auch einmischen.“ (S. 27)
Gemeinsam ist vielen der vorgestellten Projekte, dass unterschiedliche Organisationen und Einzelpersonen vernetzt werden und eine Teilzeitstelle für die Koordination finanziert wird. In Köln gelingt es, die Finanzierung über die Pflegesatzverhandlungen eines Altenheims teilweise zu decken (S. 29f). In Düsseldorf haben 2005 alle Fraktionen des Stadtrats gemeinsam einen politischen Auftrag „für das Projekt 2020+ Düsseldorf – gemeinsam aktiv für das Alter“ formuliert. So wurde die Basis für eine langfristige Umgestaltung des Lebens in der Stadt geschaffen. Dabei wurde deutlich, dass besonders der Beratungsbedarf zum Thema Demenz von Jahr zu Jahr größer wird (S. 30 ff).
Solche Konzepte sollen auf „Fachtagen gemeinsam mit Fachleuten der Politik aus Bundes-, Landes- und Kommunalebene, der Diakonie, der Praxis und Engagierten aus der Seniorenarbeit vorgestellt und diskutiert werden.“

4. Oktober 2012
Ort: FFFZ Hotel und Tagungshaus, Kaiserswerther Str. 450, 40474 Düsseldorf

5. November 2012
Ort: Nürnberg

Kontakt: Pfarrerin Roswitha Kottnik, eMail: rkottnik@diakonie.de