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Welt-AIDS-Tag 2012

Am ersten Dezember wird in vielen Ländern der Welt für Solidarität mit HIV-Positiven und AIDS-Kranken geworben. Dieses Jahr geht es in Deutschland vor allem um die Schwierigkeiten, mit denen Infizierte am Arbeitsplatz konfrontiert werden.

„Der Schwerpunkt der Kampagne liegt in diesem Jahr im Bereich ‚HIV in der Arbeitswelt‘. Hierzu erklärte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: ‚Eine HIV-Infektion führt nicht automatisch zur Arbeitsunfähigkeit. Menschen mit HIV können und müssen für ihren Lebensunterhalt sorgen. In Deutschland arbeiten nach aktuellen Schätzungen zwei Drittel aller HIV-Positiven …‘ Eine von der BZgA beauftragte Studie der DAH zeigt, dass 61 Prozent der befragten HIV- Positiven ihre Infektion am Arbeitsplatz verschweigen – häufig aus Angst vor Benachteiligung. Diese Befürchtung ist nicht unbegründet. ‚Alarmierende 77 Prozent der befragten Menschen mit HIV haben im Jahr vor der Befragung Diskriminierung im Alltag erlebt. Das zeigt, wie wichtig unsere Kampagne ist‘, sagte BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott. ‚Wir wollen und müssen irrationale Ängste abbauen und Mythen entgegentreten, um Ausgrenzung von Menschen mit HIV zu verhindern. Deshalb haben wir in diesem Jahr auch gezielt Unternehmen, Institutionen und Verbände angesprochen, uns als Partner zum Welt-Aids-Tag zu unterstützen.‘ … ‚Dass Menschen mit HIV am Arbeitsplatz mit Diskriminierung rechnen müssen, ist vollkommen inakzeptabel‘, so Carsten Schatz, Vorstandsmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe … Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, berichtete: ‚Aufgrund der fortschrittlichen medizinischen Versorgung hat sich die Lebenserwartung von Menschen mit HIV deutlich verlängert. Die Zahl der Betroffenen wird deswegen in den kommenden Jahren weiter wachsen. Es leben schon heute nahezu doppelt so viele Menschen mit HIV/AIDS in Deutschland wie vor 15 Jahren. Viele von ihnen befinden sich in materiellen Notlagen. Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft jährlich mehr als 3.000 infizierten und an Aids erkrankten Menschen in Deutschland in akuten Notlagen oder durch Hilfsprojekte.‘ … Das Portal www.welt-aids-tag.de ist die Informationsplattform, auf der ab sofort alle Materialien zur Verfügung stehen. Hier finden sich auch Videoclips und Porträts aller Botschafterinnen und Botschafter, die von ihren Erfahrungen in der Arbeitswelt, im Familien- und Freundeskreis, über HIV und die Behandlung, über Ausgrenzung, aber auch über Solidarität und Unterstützung berichten.“