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Pflegefachtagung bei der CDU

Für den 04.10.2010 lud die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu einer Fachtagung unter der Überschrift „Pflege – Wo ist politisches Handeln gefragt?“.
Man war sich einig, dass die Finanzierung der Pflegeversicherung überarbeitet werden müsse. „Der Bremer Pflegeforscher Stefan Görres sprach von einem zusätzlichen Bedarf an Pflegekräften im Jahr 2050 zwischen 1,35 und 2,1 Millionen. Deshalb seien deutliche Anstrengungen erforderlich, um die Attraktivität des Berufsfeldes zu steigern.“ Es wurde gefordert, dass die Interessenverbände der Pflege gemeinsam mit Politik und Arbeitgebern nach Konzepten suchen müsse, um die Qualität der professionellen Pflege zu steigern. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Familienpflegezeit wurden erwähnt. „Die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz stellte zehn Handlungsfelder vor und resümiert 13 Monate nach der Bundestagswahl: „Der Koalitionsvertrag ist klar: Es soll ein neuer, differenzierterer Begriff der Pflegebedürftigkeit erarbeitet werden, der nicht nur körperliche Beeinträchtigungen berücksichtigt sondern auch anderweitigen Betreuungsbedarf umfasst. Damit kommt die Pflegeversicherung weg von der sog. Minutenpflege, die lediglich auf Verrichtungen abstellt, zu einem System, das den Bedarf stärker auf den Grad der Selbstständigkeit hin ausrichtet. Es liegen bereits gute Ansätze vor. Das BMG wird zum Verfahren einen Vorschlag erarbeiten. Die weitere Diskussion muss im Zusammenhang mit der zukünftigen Finanzierung der Pflegeversicherung gesehen werden.“ ‚Ansätze‘ liegen vor. Ein ‚Vorschlag zum Verfahren‘ wird erarbeitet. Die Finanzierung darf nicht vergessen werden. Was fehlt sind die Namen von Verantwortlichen und verbindliche Termine, nicht nur zu diesem Reformvorhaben.
Pressemitteilung der CDU/CSU Fraktion vom 6.10.2010