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‚Gemeindeschwester AGnES‘ nur wenig geeignet

„Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordost e.V. wendet sich entschieden gegen Pläne, den ‚Gemeindeschwestern‘ Aufgaben in Pflege und Versorgung schwerkranker Krebspatienten zu übertragen. ‚Ambulante Pflegedienste leisten im Land Brandenburg in der Pflege auch von Krebspatienten gute Arbeit und kommen in der Regel täglich in die Häuslichkeit. Es macht keinen Sinn hier Doppelstrukturen zu schaffen. Wichtig ist eine gute regionale Vernetzung und Kooperation von Hausärzten, Hausarztpraxen und Pflegediensten, um perspektivisch dem Versorgungsbedarf auch qualitativ hochwertig zu begegnen.‘ so Anja Kistler, Geschäftsführerin im DBfK Nordost e.V.“ nach einem Treffen am 7. April im brandenburgischen Gesundheitsministerium.
Die sogenannten ‚Gemeindeschwestern‘ im Rahmen des AGnES Programms sind nicht etwa Pflegekräfte mit umfassender Ausbildung, sondern in der Regel Arzthelferinnen, die im Auftrag des Arztes Hausbesuche mit sehr begrenzten Aufträgen – wie z.B. Bestimmung des Blutdrucks – durchführen. In Vorbereitung auf diese erweiterten Aufgaben sind die Praxismitarbeiterinnen qualifiziert worden. Ziel ist die Unterstützung der Hausärzte, nicht eine ganzheitliche Versorgung von Patienten. Dazu gibt es flächendeckende Angebote von Pflegediensten, die auch die meisten Aufgaben übernehmen könnten, die AGnES zugedacht werden.
aus einer Pressemitteilung des DBfK Nord-Ost vom 9.4.2010