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Meinungsforschung zur Pflege

In den letzten Monaten wurde in Politik- und Fachkreisen intensiv diskutiert, was Qualität in der Pflege bedeuten und wie das gemessen werden könnte. Patientenverbände spielten dabei nur eine Nebenrolle. Und was denken die Betroffenen? Eine repräsentative Umfrage zu den Vorstellungen in der Bevölkerung informiert auch über Erwartungen von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen.

Die Marseille-Kliniken AG hat das Institut in Allensbach beauftragt, die Einstellungen der Deutschen zur Pflege im Alter zu ermitteln. „Bereits 47 Prozent der unter-30-Jährigen verbinden ihre Gedanken an das Alter zumindest gelegentlich mit der Sorge, dass sie pflegebedürftig werden könnten, bei den 30- bis unter 60-Jährigen trifft dies bereits für mehr als 60 Prozent zu.“ Daraus entstehen bei den Befragten aber kaum Befürchtungen zu sozialer Isolation oder finanziellen Problemen.
Es wurden auch Fragen zum Ansehen von Pflegeeinrichtungen gestellt, die von der Medienberichterstattung der letzten Jahre abgeleitet scheinen. Die 1.800 Teilnehmenden wurden zu frustrierten Pflegekräften, schlechter Hygiene, Mängeln in der medizinischen Versorgung oder bei der Qualifizierung des Personals befragt. Dabei fällt auf, dass Menschen, die Pflegeheime kennen, deutlich positivere Antworten geben als Außenstehende.
„Bei der Wahl eines Pflegeheims für einen Angehörigen würden mehr als drei Viertel besonders darauf achten, wie viele Pflegekräfte in der jeweiligen Einrichtung vorhanden sind. Noch höher ist der Anteil derjenigen, die ihre Entscheidung ausdrücklich davon abhängig machen würden, dass den Pflegekräften neben der reinen Versorgung der Pflegebedürftigen auch ausreichend Zeit für persönliche Zuwendung bleibt. Dass auf jeden Fall ein freundlicher Umgang mit den Pflegebedürftigen gewährleistet sein muss, steht außer Frage.“

Qualität in der häuslichen Pflege, unser Beitrag zu Qualitätsprüfungen in der ambulanten Pflege vom 12.1.2009

Pflegequalität, unser Beitrag vom 17.9.2008