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Pflegestützpunkte – der Countdown läuft

Der Rechtsanspruch auf individuelle Pflegeberatung ist eine der wichtigen Neuerungen der Pflegereform 2008. Die Pflegestützpunkte sollen dabei, nach dem Willen der SPD Ministerin Ulla Schmidt, die Schlüsselrolle spielen. Bis zum 31.10.2008 müssen die Pflegekassen „gemeinsam und einheitlich“ regeln, wie sie für alle Versicherten individuelle Beratung ermöglichen wollen.

Angehörige tragen meist die Hauptlast der pflegerischen Hilfen. Sie beklagen häufig, dass in den ersten Wochen nicht etwa die pflegerischen Hilfen im Vordergrund stehen, sondern die Klärung organisatorischer und bürokratische Probleme. Oft laufe man von Pontius zu Pilatus, um bei Sozialleistungsträgern, Apotheken, Sanitätshäusern und Pflegeanbietern nötige Absprachen zu treffen. Die zahlreichen Zuständigkeiten im Gesundheitswesen machen sich dann schmerzhaft bemerkbar. Der Rechtsanspruch auf individuelle Pflegeberatung wurde deshalb im Gesetz festgeschrieben. Er gilt ab dem 1.1.2009.
Das Gesundheitsministerium favorisiert für die Umsetzung „Pflegestützpunkte“. Sie sollen qualifizierte Beratung für die Versicherten und Angehörigen leichter erreichbar machen. Die Beratungskräfte der Pflegestützpunkte sollen bei Bedarf zu den Betroffenen nach Hause kommen und umfassend nicht nur beraten, sondern bei der Organisation der Pflege auch mit anpacken. Es wurden Modellprojekte in den Bundesländern gestartet. Die wissenschaftliche Begleitung des Aufbaus der Pflegestützpunkte organisiert das Kuratorium Deutsche Altershilfe KDA. Im Juni 2008 wurden dort“ grundlegende Fragestellungen formuliert. Zum Beispiel:
– „Wie können die Akteure unterschiedlicher Träger, die an einer Errichtung der Pflegestützpunkte beteiligt sind, zusammengeführt werden, und wer moderiert die notwendigen Abstimmungsprozesse?
– Wie kann die Finanzierung der Pflegestützpunkte nachhaltig gesichert werden?“
Das Pflegeweiterentwicklungsgesetz verpflichtet die Pflegekassen dazu, bis zum 31.10.08, gemeinsame und einheitliche Vereinbarungen „zur Sicherstellung einer wirtschaftlichen Aufgabenwahrnehmung in den Pflegestützpunkten nach Anzahl und örtlicher Zuständigkeit“ zu schaffen.
Die Zeit läuft.