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Mehr Protest im Krankenhaus

Nach der Aufsehen erregenden Großdemonstration im September legt das Aktionsbündnis zur Rettung der Krankenhäuser nach. Alle Beschäftigten in Deutschlands Kliniken werden aufgerufen, sich am 18. November 2008 um 12 Uhr zu einer halbstündigen „Aktiven Mittagspause“ zu versammeln. Gefordert wird echte und sofortige Hilfe zugunsten der Kliniken.

Aus dem Flugblatt zum Protest:
„Die vom Aktionsbündnis zur Rettung der Krankenhäuser ausgerufene Großdemonstration in Berlin gegen die Finanznot der Kliniken am 25. September 2008 war mit über 130.000 Krankenhausbeschäftigten ein großartiger Erfolg. Weil Ärzte, Pflegekräfte und Verwaltungsmitarbeiter, Arbeiter und Angestellte aus den Krankenhäusern sich auf den Weg nach Berlin machten, musste die Bundesregierung endlich die Nöte der Kliniken zur Kenntnis nehmen und einen Gesetzentwurf zur Krankenhausfinanzierung vorlegen. Das ist grundsätzlich zu begrüßen.
Aber die Finanzierungslücke der Krankenhäuser von 6,7 Mrd. Euro wird durch den Gesetzentwurf bei weitem nicht gedeckt. Nachbesserungen sind erforderlich. Bleibt es bei der Unterfinanzierung der Krankenhäuser, ist die Qualität der stationären Versorgung gefährdet.
Der Deckel muss weg!
Die Begrenzung der Vergütungszuwächse der Krankenhäuser durch die Anbindung an die Grundlohnrate muss dauerhaft beseitigt werden. Die medizinische und pflegerische Patientenversorgung wird bisher noch durch den tagtäglichen Einsatz der Ärzte, Pflegekräfte und Klinikmitarbeiter aufrecht erhalten, die aufgrund einer außerordentlich hohen Arbeitsbelastung oft am Rande ihrer Leistungskraft tätig sind.“

unser Beitrag vom 17.9.2008 zu den Protesten gegen die Unterfinanzierung