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Einstufung in eine Pflegestufe

Ende 2000 bekamen 1.818.969 Menschen Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung, am Ende des Jahres 2006 waren es 1.965.865. Ein Zuwachs von 8,1 % – über sieben Jahre.

Es nehmen vor allem die Zahlen in der Pflegestufe I zu. In den letzten Jahren wurden die Begutachtungsrichtlinien zwar verändert, aber nicht wesentlich verschärft. Die Menschen stellen also vermutlich eher einen Antrag bei der Pflegekasse. Spekulationen dazu:
– Die Leistungen der Pflegeversicherung werden immer weniger als „Almosen“ gesehen und mehr – so wie die Rente – als ein gutes Recht verstanden.
– Die RentnerInnen haben in den letzten Jahren immer weniger Geld in der Tasche. Hemmungen den MDK ins Badezimmer gucken zu lassen, werden häufiger überwunden.
– Es wird vermutet, dass die gesellschaftliche Entwicklung hin zur Individualisierung auch dazu führt, dass informelle Pflege durch Familienangehörige, Nachbarn oder Bekannte immer schwieriger zu organisieren ist. Die entstehende Lücke wird auch mit Geld von der Pflegekasse verkleinert.

Zahlen aus: „Vierter Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung“ veröffentlicht im Januar 2008 vom Bundesgesundheitsministerium