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100.000 Unterschriften gegen Stellenabbau in der Pflege

DBfK und Verdi, die beiden großen Interessenverbände für Pflegeprofis, haben sich zusammengetan und Ende 2007 eine Unterschriftenkampagne gestartet. Sie weisen auf die Schwierigkeiten hin, mit denen Pflegebedürftige und Pflegende in Deutschland leben müssen.

Aus der aktuellen Pressemitteilung der Kampagne:
„Ziel der vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Ende 2007 gestarteten Kampagne UNS REICHT’S ist es, die Bundesregierung zum Handeln aufzufordern gegen die katastrophalen Arbeitsbedingungen in der deutschen Pflege und für eine Verbesserung der Betreuungssituation von pflegebedürftigen Menschen.
‚Angela Merkel muss die Pflege zur Chefsache machen‘, sagte Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK e.V., am 12.2. in Berlin. Auch Ellen Paschke vom ver.di-Bundesvorstand warnt: ‚Wenn wir heute nicht Alarm schlagen, werden wir in Deutschland morgen keine qualitativ ausreichende Pflege mehr haben!‘
‚Pflegekräfte in Krankenhäusern, stationärer Altenhilfe und ambulanter Pflege müssen zu viele Patienten gleichzeitig versorgen. Hohe Risiken für Patienten und Bewohner, Versorgungsdefizite und fehlende Zeit für Zuwendung sind die Folgen. Diejenigen, die Kranke und Hilfebedürftige pflegen sollen, werden selbst krank durch ständige Überlastung. Befristete Arbeitsverträge, schlechte Bezahlung und mangelnde Anerkennung demotivieren zusätzlich und lassen die Pflege zu einer der unattraktivsten Branchen für Schulabgänger werden. Für die künftige Gesundheitsversorgung der deutschen Bevölkerung ist das ein Alarmsignal. Die Ursache der Krise liegt in einem jahrelangen Arbeitsplatzabbau bei wachsenden Patientenzahlen und einem Anstieg pflegeintensiver Erkrankungen‘, machten Wagner und Paschke deutlich.“
100.000 mal wurde schon unterschrieben.

zur Seite „Gesundheitspolitik“ der Gewerschaft Verdi
zum Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)
unser Beitrag vom 17.1.2008