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Stationäre Pflege gleicht einem Druckkessel

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) veröffentlicht unter der Überschrift „Pflegethermometer“ regelmäßig statistische Informationen. In diesem Jahr wurde besonders die Situation der stationären Altenpflege untersucht. Vielfach erhöhte Anforderungen etwa durch die deutliche Zunahme von altersverwirrten Bewohnern und den Anstieg von medizinisch-pflegerischen Arbeiten durch therapeutische Weiterversorgungen nach frühzeitiger Krankenhausentlassung werden beschrieben. Zugleich wachsen die Ansprüche von Bewohnern und ihren Angehörigen an die stationäre Versorgung. Ferner nehmen die Anforderungen administrativer Art durch mehr Bürokratie und neue Qualitätssicherungsmaßnahmen ebenfalls spürbar zu. Diese dreifache Mehrarbeit muss das Pflegepersonal bei stagnierenden bzw. abnehmenden Ressourcen leisten. Die Folgen sind Prozesse der Arbeitsverdichtung sowie die Zunahme von Überstunden, häufigere und längere Krankheitsausfälle unter dem Personal. So lässt sich auf der Grundlage der Studie berechnen, dass mehr als 9 Millionen Überstunden in den Einrichtungen der stationären Altenhilfe bislang angehäuft wurden. Dies entspricht mehr als 5.000 Vollzeitstellen. „Die Altenheime werden so mehr und mehr zu Druckkesseln in denen der Druck stetig ansteigt.“

Meldung des DIP